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Gebrauchter Hund |
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Gebrauchter Hund - Nichts Geringeres als ein Hund
Gelegentlich werden wir auch mal ob unseres Domainnamens DER GEBRAUCHTE HUND kritisiert. Da heißt es schon mal, dass wir mit der Bezeichnung ”gebrauchter Hund” den Hund als ”Sache” titulieren und begreifen, und ihn dementsprechend zur Sache degradieren würden - Nun, wer sich aufmerksam durch unsere Seiten geschnuffelt hat,
der sollte es doch besser wissen!
Ein gebrauchter Hund ist als Raubtier unter den Höheren Säugetieren nichts Geringeres, als ein hoch entwickeltes intelligentes und fühlendes Lebewesen, welches artspezifisch bedingt, von manchen Zuchtlinien mal abgesehen, über unglaubliche natürliche physische, aber auch psychische Fähigkeiten verfügt. Und in zeitlichen Dimensionen einer geologischen Ära betrachtet, ist es noch gar nicht so lange her, da waren die Urahnen eben dieser Hunde gegenüber den Vertretern unserer eigenen Spezies noch deutlich höher entwickelt ;-)))
Warum verwenden wir also den Begriff gebrauchter Hund ?
Die Antwort ist recht simpel, und liegt im Hier und Jetzt, genauer gesagt in der weltanschaulichen Stellung des Hundes in der, vom modernen Menschen klassifizierten, Systematik der Tiere.
Der Hund, ein Raubtier unter Primaten
Über den Beginn der Domestikation wilder wolfsähnlicher Hunde (Knochenfunde) wird auch heute noch gestritten. Aber letztendlich wurde ein Raubtier von Primaten nach deren Vorstellung (Schutz, Nahrung, Jagd) domestiziert und in Abhängigkeit überführt. Und eben dieser Primat, der sich nur allzu gerne als Krönung der Schöpfung sieht, obwohl seine Taten uns tagtäglich vor Augen führen, dass er das keinesfalls sein kann, hat schlichtweg seine Stammesgeschichte vergessen. Was der moderne Mensch nicht versteht, wird ”vermenschlicht” und entsprechend scheinbar plausibel ausgelegt. Sich selbst mit überlegenem Intellekt ausgezeichnet, hat sich der Primat Homo sapiens über alle Arten erhoben, und deren scheinbar unterlegene Intelligenz zur Eigenschaft einer mehr oder weniger nützlichen Sache degradiert. Der Knackpunkt dieser menschlichen Interpretation ist jedoch der Umstand, dass sich in den Evolutionen der Stämme des Gros dieser scheinbar ”unterlegenen” Arten des Reichs der Tiere, schon lange vor der Zeit, als unsere Urahnen noch mit dem aufrechten Gang zu kämpfen hatten, sich hoch entwickelte und perfekt angepasste Entwicklungsstufen entwickelt hatten, die in der Lage waren, Jahrmillionen der Erdgeschichte zu überleben. Doch bevor ich hier zu tief in philosophische Betrachtungen der Evolution abgleite, möchte ich damit abschließen, dass im Verlaufe des Phanerozoikums jede Epoche der Erdgeschichte ihre dominanten Spezies hervorgebracht hat, welche früher oder später im weiteren Verlauf der Evolution den Preis ihrer hoch entwickelten Spezialisierung zahlen mussten ;-)

Evolution vom Hund - Epicyon
© Xiaoming Wang, Ph.D.
Zur Sache degradiert, machen sich nur wenige Menschen die Mühe, den Hund wirklich verstehen zu wollen. Nein, es ist wohl eher so, dass die meisten Menschen wohl eher gar nicht mehr in der Lage dazu sind, unseren ältesten natürlichen Begleiter der anderen Art, den Hund, zu verstehen. Der Hund wird vermenschlicht, der Hund hat zu denken und zu funktionieren, wie Mensch unter menschlicher Interpretation glaubt, dass Hund eben zu funktionieren hat. Denn der Hund ist ja schließlich nur ein Hund, beinahe eine Sache. In vielen Bereichen unserer Gesellschaft ist für den Hund eh überhaupt kein Platz mehr. Ob als Spielzeug für die Kleinen angeschafft, vielleicht auch mal als ”Bester Freund des Menschen” gekauft, den Hund aus vermeintlicher Tierliebe übereilt übernommen, oder ihn schlichtweg als Statussymbol erworben, sobald der Hund zum Hund wird, und dementsprechend seiner ureigenen Natur folgend denkt, agiert und reagiert, schon ist sein Mensch nur allzu oft ganz schnell überfordert, und der Hund muss schleunigst weg. Und so wird aus dem Hund ganz schnell ein
”Gebrauchter” Hund.
Ein gebrauchter Hund
Ein gebrauchter Hund,
als solcher gar provokant und doch trefflich beschrieben durch den Titel unserer Domain
Der gebrauchte Hund.
Von Natur aus auf einen hierarchisch strukturiertes Rudel geprägt, hat der gebrauchte Hund eben dieses Rudel verloren. Die Gründe, dass es dazu kommen musste, sind mannigfaltig, und es ist müßig, darüber zu lamentieren - Die Auslastung der diesbezüglichen Kapazitäten von Tierheimen und Pflegestellen sprechen eine eineindeutige Sprache, und stellen unserer menschlichen Gesellschaft schlichtweg ein Armutszeugnis aus.
Egal ob man sich eines Welpen oder auch eines gebrauchten Hundes annimmt, man geht in jedem Fall eine sehr große Verpflichtung und Verantwortung ein. Doch im Gegensatz zum Welpen stellt für mich ein gebrauchter Hund regelrecht einen verborgenen Schatz dar. Sein altes Leben ist schlichtweg ein Mysterium mit vielen offenen Fragen:
- Hat er eine artgerechte Prägung erfahren?
- Wie ist diese Prägung verlaufen?
- Wie hat er bis dato gelebt, wie wurde mit ihm ”umgesprungen”?
- Hat er artgerechten Umgang erfahren?
- Wie sah die Sozialisierung nach der Prägung aus?
- Welcher Typ Hund ist er?
- Wer ist er?
Und wie alle verantwortungsbewusste Adoptiveltern gebrauchter Hunde wissen, kann es auch mal viele Monate dauern, bis dieser ”Schatz” gehoben wurde, und der Hund seinen wahren Charakter offenbart hat. Doch wenn ein gebrauchter Hund wieder Vertrauen gefasst hat, wenn dieser gebrauchte Hund die Bindung zu seinem neuen Rudel eingegangen ist, dann wurde stets ein menschlicher Familienverband um ein wertvolles Familienmitglied bereichert, ist es nicht so?
Bleibt nun noch die Frage offen, zu welcher Sorte Menschen wir, das Team von Der gebrauchte Hund wohl gehören. Nun, für denjenigen Besucher, welcher unsere Seiten rund um den gebrauchten Hund bereits aufmerksam durchschnuffelt hat, ist diese Frage bereits geklärt. Und für jene Besucher, welche über diese Seite gebrauchter_hund.htm den Einstieg zu uns gefunden haben, hier die Antwort:
Wir gehören zu jenen Menschen, welche gemeinsam mit dem Hund, als Hund und Mensch durch den Alltag gehen. Über die Korrelation der gemeinsamen nativen Bedürfnisse und Lebensgewohnheiten unserer beiden Spezies Hund und Mensch, durch Akzeptanz, Kenntnisse und Verständnis der Bedürfnisse und natürlichen Eigenschaften unseres Familienmitglieds der anderen Art, leben wir mit unserem Hund ein harmonisches Rudelleben. Und abschließend möchte ich diese kleine Abhandlung zur Begriffserläuterung vom gebrauchten Hund mit einer kleinen Lebensweisheit schließen:
An Vertrauen und Harmonie im Rudel muss
ein Hundeleben lang
Tag für Tag gearbeitet werden !!!
Und bei aller Harmonie gibt es dennoch
eine essentielle Kleinigkeit,
die man bei diesem treuen Freund keinesfalls ganz
aus dem Blick verlieren sollte.
Er wird Eines niemals sein -
Ein Mensch
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