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Wesenstest beim Hund Ablauf, Kriterien & rechtliche Grundlagen

Der Wesenstest (auch Verhaltensprüfung) ist eine nach Landesrecht geregelte, behördlich angeordnete Verhaltensprüfung durch anerkannte Sachverständige. Er dient der Feststellung, ob ein Hund nach Hundegesetz als gefährlich einzustufen ist und ob besondere Auflagen für Haltung und Führung erforderlich werden.
Rechtsgrundlagen finden sich je nach Bundesland in den jeweiligen Hundegesetzen bzw. Landeshundeverordnungen, etwa § 3 Abs. 2 LHundG NRW, § 10 Abs. 1 Hundegesetz Baden-Württemberg oder § 8 Abs. 2 HundehV Niedersachsen.

Hinweis: Dieser Glossareintrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Rechtsberatung.


Hundetraining zur Vorbereitung auf den Wesenstest


Rechtliche Grundlagen

Die rechtlichen Grundlagen für den Wesenstest beim Hund sind in Deutschland Ländersache. Es gibt kein bundeseinheitliches Hundegesetz. Die rechtlichen Grundlagen bestehen somit aus:


Anordnung eines Wesenstests

Ein Wesenstest wird typischerweise angeordnet:

Die Behörde setzt eine Frist zur Durchführung und kann Auflagen bis zur Prüfung vorläufig anordnen.

Ablauf des Wesenstests

Der Test umfasst definierte Alltagssituationen, in denen der Hund auf Umweltreize, Menschen und andere Tiere reagiert. Typische Elemente sind:

Der Sachverständige dokumentiert alle Beobachtungen zu den Abläufen, Reaktionen des Hundes und ggf. auch Auffälligkeiten im Verhalten und erstellt ein Gutachten.

Prüfkriterien

Bewertet werden unter anderem:


Bewertung & Ergebnis

Ein Wesenstest beim Hund endet entweder mit bestanden oder nicht bestanden. Das Ergebnis dokumentiert das Verhalten des Tieres in einer konkreten Testumgebung gegenüber Umweltreizen, Menschen und anderen Hunden:

In vielen Bundesländern beziehungsweise nach Einzelfallentscheidung der zuständigen Behörde darf der Test nach einem gezielten Training und einer Frist wiederholt werden.

Kosten & organisatorische Hinweise

Die rechtlichen Vorgaben und Gebührenordnungen unterscheiden sich je nach Bundesland deutlich. Entscheidend sind die Aufwendungen für Gutachten, Verwaltungs- oder Behördengebühren und nicht zu vergessen, eventuell anfallenden Zusatzkosten wie beispielsweise die Nutzung eines Hundeplatzes, oder auch den Sachkundenachweis:

Zieht man noch Verwaltungs- oder Behördengebühren, Zusatzkosten oder Extrakosten mit ins Kalkül, ist man durchaus auch schon mal mit rund 1000.- Euro mit dabei.

Hundepfote als Symbol für den Wesenstest


FAQ zum Thema Wesenstest

Was ist ein Wesenstest?
Eine behördlich angeordnete Verhaltensprüfung zur Gefährlichkeitsfeststellung.
Wer führt den Wesenstest durch?
Anerkannte Sachverständige oder behördlich befugte Stellen.
Was wird geprüft?
Verhalten in Alltagssituationen, Sozialverhalten, Kontrollierbarkeit.
Was passiert bei Nichtbestehen?
Auflagen wie Maulkorb und Leinenpflicht.
Kann der Test wiederholt werden?
Ja, nach Training oder Verhaltenstherapie.
Gilt der Test bundesweit?
Nein, die Regelungen sind Ländersache.

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Begriff: Wesenstest für Hunde


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