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Der gebrauchte Hund
in der Familie

Hundepfote

Das Leben wird sich ändern - Zum Positiven

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Ihr werdet viel Zeit in Natur und frischer Luft verbringen. Man kann sogar sagen, dass ein Leben mit einem Hund ein deutlich intensiver gelebtes Leben ist. Euer neuer Hauswolf wird Euch sehr viel geben, allerdings fordert er dafür auch manche Gegenleistung eurerseits ein. Manche dieser Forderungen werden leider nur allzu oft durch vermenschlichte Interpretation falsch umgesetzt Fideles aus der Bardinowelt

Fangen wir mal mit der bekannteste Routine des Hundebesitzers an - dem ”Gassi” Gang. Dieser dient lediglich der Befriedigung eines Grundbedürfnisses unseres Caniden, ist aber keinesfalls ein Ersatz für artgerechter Streif- u. Beutezüge. Wer kennt nicht das folgende Bild:

Ort der Handlung - ein Grünstreifen in der Stadt;
Beteiligte Spezies - Hundehalter (Homo sapiens) und Hund (Canis lupus familiaris);
Aktion - der Hund schnuffelt gelangweilt, oder bringt teilnahmslos seine Erleichterung hinter sich, der Halter schlendert, möglichst noch mit Kippe im Gesicht, ebenso teilnahmslos durch die Gegend;
Artgerechte Wertigkeit - von der biologischen Notwendigkeit mal abgesehen, nahezu keine !

Wer angesichts dieses, für einen Haushund durchaus eine Alb- Vorstellung, Szenarios der Meinung ist, 4- 5 solcher Gassi- Gänge am Tag reichen dem Hund voll und ganz, sollte sich keinesfalls einen Hund zulegen Fideles aus der Bardinowelt!

Hund Idefix
Die simple Lösung Imke's Hunde

Streiche ”Gassi” Gang, setze Beute- bzw. Jagdzug - der Hund ist ein Carnivor, und somit ernährt er sich überwiegend von Fleisch. Seine natürliche Morphologie ist daher, die Standards der Zuchthunderassen seien hier mal außen vor gelassen, hinsichtlich dem Schlagen seiner natürlichen Beute entsprechend optimiert ausgelegt:

  • Er besitzt ein äußerst leistungsfähiges Gehör;
  • Seine Sehschärfe ist auf sich bewegende Beute optimiert;
  • Er hat ein sehr großes Sichtfeld;
  • Seine Riechleistung (Nase- Gehirn) ist beeindruckend, und er ist zudem in der Lage, ”stereo” (Differenzierung links u. rechts)  zu riechen;
  • Sein olfaktorisches System (zur Riechwahrnehmung) ist umfassend hoch entwickelt;
  • Hinsichtlich Gangwerk und Konstitution ist er durchaus zur Hetzjagd geeignet.

Was man nun seinem Hund mit einem Leben in Betonwüsten, Raucherbuden und Lärmwelten antut, ergibt da wohl von selbst. Es liegt in der Verantwortung der neuen Adoptiveltern, diese artspezifischen Eigenschaften des Hundes ausreichend zu fördern und ebenso auch zu fordern, und zwar genau 365 Tage im Jahr, egal ob Sonnenschein, Regen oder Schnee.

Der künftige Rudelführer ist, unter Beachtung der rassespezifischen Merkmalen, für die annähernd artgerechte Initiierung und Umsetzung der Jagd- u. Beutezüge für seinen gebrauchten Hund verantwortlich (s. Sektion Erziehung).

Das Lagerleben - In der Welt unseres Hauswolfs spielen menschliche Sachwertinterpretationen keinerlei Rolle. Kann sich der moderne Mensche am Designer Sofa, dem Persischen SIRHAKI KASHMAR, der Rosenthal Versace Schale aus 1. Wahl oder auch am handsignierte WM- Fußball erfreuen, so sieht unser Canis lupus familiaris in diesen Insignien menschlicher Kultur lediglich einen höher gelegenen strategischen Platz, eine gemütliche Unterlage, einen Schlabbernapf sowie einen wunderbaren Beutedummy.

GEBRAUCHTER HUND Harry - besuch
Januar 2012 bei Imke - ist zwar Tonis Spielzeug, aber jetzt gehörts mir

Der Rudelführer teilt auch hier die Ressourcen (z. B. Liegeplätze, Nahrung, Aufgaben) zu. Den Führungsanspruch im Rudel muss sich der Mensch gegenüber dem Hund allerdings tagtäglich verdienen. Jede hierarchische Position eines Rudels dient aus Sicht unseres Hauswolfes der Erfüllung bestimmter Aufgaben, die dem Wohl und Fortbestand des Rudels dienen. Hier muss der Mensch in den Augen des Hundes (welcher nicht im Geringsten menschlich denkt!) seine spezifischen Aufgaben erfüllen. Tut er das aus Sicht des Hundes nicht, wird der Hund eigene Ansprüche an diese Position stellen. Weiterhin muss der Hund als Rudelmitglied in den Tagesablauf eingebunden werden und selbst entsprechende Aufgaben und Anforderungen bekommen (z. B. Beteiligung am Beutegang, Bewachung, Welpenaufzucht, Spiel).  Sobald der Hund eine Position (hinsichtlich der damit verbundenen Aufgaben) als nicht, oder auch nur unzureichend besetzt wähnt, kommt er in die Entscheidungslage, und wird diese Position zum Wohle und Schutz (aus seiner Sichtweise) des Rudels übernehmen.

Fazit - Jan Nijboer hat es gar trefflich formuliert: ”Ein Hund ist 24 Stunden am Tag ein Hund.” Auch zu Hause müssen die künftigen Adoptiveltern ihrem neuen Schützling seine natürlichen Anforderungen an seine Sozialstruktur Rudel, sowie seine Bedürfnisse innerhalb dieser Struktur ganze 24 Stunden am Tage erfüllen. Ach ja, das natürlich auch nur an, wie kann es auch anders sein, an genau 365 Tagen im Jahr Fideles aus der Bardinowelt

GEBRAUCHTER HUND Harry - erziehung
Zeit für Garteninspektion

Natürlich bleibt es jedem selbst überlassen, in welchem Ausmaß eine artgerechte Haltung umgesetzt wird. Man darf hierbei jedoch niemals das Wohl von Hund und Mensch innerhalb der Familie, sowie die Verantwortung des Hundebesitzers gegenüber der Gesellschaft aus den Augen verlieren.

Hundepfote

  Kapitelübersicht Bardino-Husky Harry und die Verantwortung der Adoption:

  • Die Verantwortung der Adoption - Worum geht es hier eigentlich?
  • Wie entstehen eigentlich solche Hürden?
  • Die Überwindung solcher Hürden bringt Hund und Mensch weiter
  • Uns Harry und die Sache mit den Kraftfahrzeugen
  • Hast, Eile und Selbstüberschätzung sind die Feinde der Effizienz
  • Das Leben wird sich zum Positiven hin ändern
  • Zu guter Letzt noch ein kleiner Kommentar