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Uns Harrybo heute |
Die Bedeutung einer fundamentalen Größe - Der Zeit
Der Integrationsprozess eines gebrauchten Hundes, besser ausgedrückt das alltägliche Miteinander von eben diesem Hund und seinem Menschen und seine Erziehung sind untrennbar miteinander verflochten, und können keinesfalls getrennt betrachtet werden. Der Weg zum harmonischen Miteinander von Mensch und tatsächlich gebundenem Hund kann bei einem gebrauchten Hund durchaus lange und ”steinig” sein. Keinesfalls darf man eine echte, auf Vertrauen basierende, Bindung mit dem Miteinander von Hund und Mensch der ersten Wochen und Monate nach Übernahme gleichsetzten, auch wenn es unter oberflächlicher Betrachtung manchmal scheint, dass dem doch so ist. Da der Haus Hund ein artspezifisches und Individuelles Vorteilsdenken besitzt, wird er demjenigen folgen, welcher eben diese Bedürfnisse befriedigt. Die ersten Wochen und Monate werden einzig und alleine durch seinen Charakter, seine Vorgeschichte (Lebensumstände, Prägung, Erziehung) in Verbindung mit eben diesem ureigenen Vorteilsdenken bestimmt. Ich kenne durchaus so manche gebrauchte Hunde, deren Rudelintegration und Bindung völlig unauffällig verlaufen ist, d. h. es sind Hunde, die vom ersten Tage nach Übernahme am Alltag ihrer Adoptiveltern teilgenommen haben, als ob sie ihr ganzes Leben schon immer da gewesen sind.
Ich kenne aber auch das andere Extrem, welches i.d.R. mit dem wohl bekannten Satz endet:
”Das hat er ja noch nie gemacht”,
wobei das Adverb ”nie” oftmals nur wenige Tage, vielleicht auch mal wenige Wochen impliziert. Es sind oftmals Hunde, welche nach der Übernahme von Anfang an scheinbar ”perfekt” zu sein scheinen. Obwohl die neuen Besitzer ihre Hunde nach wenigen Tagen keinesfalls wirklich kennen können, das liegt nun einmal in der Natur der Sache, werden sie nur allzu schnell unaufmerksam - genau bis zu diesem Augenblick, bis ein bestimmter Umweltreiz ein situationsbedingtes Verhaltensmuster aus der Vergangenheit des Hundes reaktiviert, oder auch nur einen individuellen Instinkt des Hundes anregt, wobei der Hundeführer ob der Reaktion seines Hundes völlig überfordert ist, genauer ausgedrückt, die Situation gar nicht, oder bestenfalls nur bedingt unter Kontrolle hat. Es sind genau diese Situationen, welche mit ein klein wenig Umsichtigkeit und Verantwortungsbewusstsein seitens des neuen Hundehalters absolut vermeidbar gewesen wären. Die Folgen dieser Fahrlässigkeit können fatal für Hund und Mensch sein, und sind einzig und alleine vom Hundeführer zu verantworten.
Und natürlich kann es auch mal sein, das von Anfang an offensichtlich ist, dass ein gebrauchter Hund signifikante Probleme hat. Die Zukunft wird zeigen, von welchem Kaliber Mensch seine neuen Sozialpartner, seine Menschen, wirklich sind (Die Verantwortung der Adoption). Hundehalter haben stets eine große Verantwortung gegenüber ihrem Hund, aber auch gegenüber der Gesellschaft. Und gerade wenn man sich eines solchen Hundes angenommen hat, so hat man in unserer modernen menschlichen Gesellschaft relativ wenige Sympathisanten. In den folgenden Monaten lernt man nicht nur seinen gebrauchten Hund kennen, sondern man lernt auch mal den ein- u. anderen wahren Charakter von manchem ansonsten ach so lauterem Mitmenschen kennen
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Uns Harrybo 2008 und Harry 2005 - In jeglicher Hinsicht zwei scheinbar völlig unterschiedliche Hunde, und dabei doch ein und derselbe Hund. Er war wohl ein Paradebeispiel für einen Hund, welcher von Anfang an eine ordentliche ”Herausforderung” für seine Adoptiveltern darstellt. Fragt Ihr uns heute angesichts dieses fidelen, stets aufgeschlossenen und ehrlichen Hauswolfs, ob der Weg zu diesem harmonischen Miteinander ein hartes Brot war, so sagen wir Euch
Ja, das war es.
Fragt Ihr uns weiterhin, ob wir es jemals bereut hätten, nicht einen ”einfacheren” Hund adoptiert zu haben, so sagen wir Euch aus tiefster Überzeugung
Nein!
Es war nicht immer leicht gewesen, das ist unbestreitbar, aber wir durften eine Erfahrung machen, welche uns mit Sicherheit geprägt hat. Um es durch vermenschlichte ”Interpretation” nicht zu verunglimpfen, möchte ich es mal so ausdrücken - es zu erleben, wie das wahre Wesen eines Hundes, anfangs tief verborgen unter Misstrauen und Verunsicherung, erst in infinitesimal kleinen, später in sukzessiv zunehmend größeren Schritten den kompletten Hund als solchen wieder ”übernimmt”, ist etwas ganz Besonderes - Es ist beinahe so, als würde der Hund regelrecht erwachen. Sich ein gegenseitiges Vertrauen gemeinsam zu erarbeiten und zu verdienen, lässt Mensch und Hund reifen. Am Ende steht das harmonische Miteinander von Hund und Mensch, als Hund und Mensch, gebunden durch Vertrauen. Ein Rückblick, gleichzeitig aber auch ein Ausblick. Denn wie wir alle wissen gilt weiterhin:
Wir haben unbestreitbar viel erreicht und gewonnen.

Jederzeit und immer wieder!
Und dabei sind wir uns der folgenden Kleinigkeit stets bewusst:
An einer beiderseitigen effektiven Symbiose eines Karnivoren an der Seite seines Primaten, an Harmonie und Vertrauen zwischen Hund und Mensch, muss ein Hundeleben lang
Tag für Tag gearbeitet werden!
Harrybo - Ein gestandener und natürlicher Hund
Harrybo 2008 - Dr. Harry und Mr. Harrybo. Das sind einerseits 38Kg pure Gemütlichkeit, ein Sofawolf und Knuddelkugel par excellence. Das sind andererseits 38Kg pure Kraft gepaart mit scheinbar endloser Kondition, ein hellwaches Cleverle in Tigerstreifen mit schärfsten Sinnen, eben ein charakterstarker natürlicher Hund.
Unser Hauswolf lebt nicht bei uns - Er lebt mit uns, was dem Grundsatz unserer Sichtweise des harmonischen Miteinanders von Hund und Mensch entspricht. Ein essentieller Faktor des harmonischen Miteinanders in unserem kleinen Familienverband ist die Tatsache, dass wir Primaten uns stets bewusst sind, dass sich mit Harrybo eben kein Primat, sondern ein Karnivor in unserer Mitte befindet. Und entgegen der weitläufigen Meinung, dass ein Haus Hund in den Menschen seines Rudels ebenfalls Hunde sieht, was sowohl falsch ist, als auch den Intellekt des Hundes beleidigt, so sieht Harrybo in uns wohl eher irgendwelche Säugetiere (was ja auch der Fall ist), welche in seinen Artspezifischen Anforderungen an einen hierarchisch strukturierten Gruppen- oder Familienverband eine anerkannte und funktionelle Position inne haben, und welche mit ihm, auf eine, seiner Art wohl vertrauten Weise, kommunizieren (Korrelation der nativen Bedürfnisse).
Einen ”Kadavergehorsam”, wie er von vielen Hundehaltern von deren Hund
abverlangt wird, kennt Harrybo nicht. Auch wenn die Domestikation
eines Karnivoren von der ursprünglichen Wildform zum Haus Hund Vieles in
Sachen Degeneration ”verbrochen” hat, so finden sich gerade in den
natürlichen Rassen, die von menschlichem Form- u. Zuchtwahn relativ
verschont geblieben sind, noch viele Merkmale eines perfekten Karnivors der
Unterklasse Eutheria (HUXLEY, 1880), den Höheren Säugetieren in
der Systematik der Tiere. Es sind Hunde, welche für einen ”Kadavergehorsam”
schlichtweg zu intelligent sind. Und welcher Hundehalter will schon eine
”ferngesteuerte” Hülle mit Fell an seiner Seite, die Latzhosenträger
seien hiervon natürlich mal
ausgenommen ![]()

Harrybos zuverlässiger Gehorsam basiert auf seinen positiven Lebensumständen, besser ausgedrückt, auf der umfassenden Befriedigung seiner grundlegenden Artspezifischen Bedürfnisse, einer Artgerechten sanften Erziehung, einem intakten hierarchisch strukturiertem Familienverband, und nicht zu vergessen, natürlich auch der Befriedigung seines Individuellen Vorteilsdenkens.
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