Sie schnuffeln sich gerade durch das Thema: Der gebrauchte Hund >> Uns Harrybo

Uns Harrybo heute

Kleiner Bruder

Harrybos
Harrybos
Harrybos
Harrybos
Harrybos
Harrybos
Harrybos
Harrybos
Harrybos
Harrybos

 

 

Zum Thema  Dr. Harry and Mr. Harrybo - Durch's Dunkel der Nacht

Der Mond ist aufgegangen,
Die goldnen Sternlein prangen
Am Himmel hell und klar;
Der Wald steht schwarz und schweiget,
Und aus den Wiesen steiget
Der weiße Nebel wunderbar.

Es ist die Zeit in welcher der Wald zu Leben erwacht ist. Es ist die Zeit der Waldbewohner, die Zeit des Wildes, der Naturwesen, Feen und Waldgeister. Und es ist die Zeit eines Grünfells mit Tigerstreifen, die Zeit des

Mr. Harrybo

Wie hat Anja Griesand auf ihrer Seite www.bardino.de ein Charaktermerkmal des Bardinos gar aufs Trefflichste beschrieben:

Bardinos sind Fremden gegenüber oft misstrauisch,....
Gerade nachts sind die Hunde ”hellwach”.
Wer einmal das tiefe Knurren der Bardinos gehört hat,
wird es nicht so schnell vergessen
.

Ob Winterzeit oder auch die alltägliche Nachtrunde, sobald die Dunkelheit die Dämmerung abgelöst hat, gelten in Sachen Reviergang neue Spielregeln. Falsch, eigentlich gelten die gleichen Regeln wie am Tage, doch nun gibt es für uns als Hundeführer ein neues Szenario - In Sachen Wahrnehmung ist unser Karnivor gegenüber uns Primaten nun signifikant überlegen, oder anders ausgedrückt, müssen seine Menschen nun noch ”hellwacher” sein, um ”vermeintliche” Bedrohungen bzw. diverse ”Trigger” zur Hatz wie Wild in der Dunkelheit (wir wohnen schließlich unmittelbar am Waldrand) zumindest noch relativ zeitgleich mit ihm zu erkennen. Bei allem guten Gehorsam und rundum friedfertigen Charakter gilt ab Lichtverhältnisse Dämmerung - absolute Leinenpflicht!

Die unglaubliche Wahrnehmungsfähigkeit eines natürlichen Hundes verblüfft mich jeden Tag aufs Neue. In Sachen Dunkelheit hier mal eine diesbezügliche Hausnummer:

60m in der Nacht
60m Weg am Waldrand

Dank Google Earth hier die Verhältnisse im Original ;-)))

Unser ”FertigmachenfürsHeiabettWeg” bei Tageslicht.

 

 

 

 

 

 

 

Der Mond ist aufgegangen, die goldnen Sternlein....
Der Mond ist aufgegangen.....

Es ist ca. 23.00 Uhr, Zeit für's Körbchen, die Laterne an Wegpunkt II ist wieder einmal ausgefallen, und die Buben Arne und Harrybo schauen noch schnell mal nach, ob der Wald noch da ist ;-)

Und Harrybo signalisiert mir Nacht für Nacht spätestens ab Wegpunkt  I via Körpersprache, ob sich jemand im Bereich etwa von Wegpunkt III befindet, und zudem mit 100%er Sicherheit, ob uns dieser Jemand vertraut ist, oder auch nicht, bzw. ob dieser Jemand Harrybos ”Wohlgefallen” findet ;-)))

Und während ich nicht einmal an Wegpunkt II optisch und akustisch die Schemen an Wegpunkt III eineindeutig definieren kann, hat Harrybo die Situation schon längst analysiert und seine Entscheidung getroffen - Schnuffeln oder den nächtlichen ”Wanderer” im Auge behalten. Im letzteren Fall bin ich unbedingt in der Pflicht, da es meine Aufgabe als ”Der Alte” ist, die Lage zu kontrollieren. Vermutet Mr. Harrybo nun Unaufmerksamkeit meinerseits, z.B. aufgrund fehlender Ansprache, so wird er sofort übernehmen, und die Lage anhand seiner Analyse nach seinen Vorstellungen kontrollieren. Und diese Kontrolle sieht dann so aus.....

Fall 1:
Auf dem Weg zum Eck (II) schlagartig erhöhte Aufmerksamkeit (gespannte Körperhaltung, Hals wird immer länger, dynamisches Voranschreiten) - Aha, wir sind also nicht alleine ;-)))
Am Eck angekommen erkenne ich in ca. 50m Entfernung einen Schatten der zwischen rechtem Wegesrand und linkem Wegesrand regelrecht hin und her ”pendelt”. Harrybo fixiert den Schatten während wir ihm entgegen gehen, und entspannt sich sehr bald (ohne Ansprache!). Ja, unser ”Pendel” auf zwei Beinen ist ”voll” bis Oberkante Unterkiefer, und Harrybo tut mal so, als würde er gelangweilt schnuffeln. Zu meinem Erstaunen ein höfliches ”Gnahbnnnd” und der Nachtschwärmer stolpert weiter seines Weges. Seitens Harrybo keinerlei Reaktion, eine völlig entspannte Passage.

Fall 2:
Am Eck angekommen wundere ich mich, dass ein entspannter Harrybo zügig nach links einbiegt, dabei jedoch einen großen Bogen schlägt - Kein Mucks oder irgendein sonstiges Signal und ich, etwas im Halbschlaf, renne im nächsten Moment beinahe mit unserem Nachbarn zusammen, der mit seiner Hündin gerade ums Eck gewartet hatte, um abzuwarten, wer denn da des Weges kommt, da seine Hündin ebenfalls sehr aufmerksam ist.

Fall 3:
Anspannung und Dynamik während der Weg zum Wald friedlich und Menschenleer im Mondschein liegt. Ums Eck herum, und tatsächlich, da vorne kommt uns jemand entgegen. So weit im Schummerlicht der Laternen erkennbar, unauffällige Bewegungsmuster - Und Harrybo bleibt angespannt. Da er zwar nun auf Ansprache kurzzeitig reagiert, jedoch immer wieder den herankommenden Passanten fixiert wird es nun Zeit seine Aufmerksamkeit zu binden. Also kontrolliert rein in den Wald, und auf einem parallelen Trampelpfad unseren Wachhund abgesetzt. Auch hier ist nach ausgiebigen Studien und Beobachtungen der Passanten in Sachen Trigger keine Systematik zu erkennen. Es ist wohl eher so, dass Harrybo Stimmungen oder auch Emotionen wahrnimmt, welche uns Menschen auf den ersten Blick verschlossen bleiben. Manchmal ist es auch mal nötig seine Aufmerksamkeit bis nach erfolgter Passage zu binden (stete Anweisungen, ggf. Leckerli). Denn mit sonorem Bellen zu fortgeschrittener Stunde, zieht man mit Sicherheit nicht das Wohlwollen bereits schlafender Nachbarn auf sich ;-))))))))

 


 

Harrybo - Mittendrin statt nur dabei
”Leben in der Bude” - Für Harrybo neben Futtern dass Größte

 

Viel zu oft setzen Menschen, sei es aus Unkenntnis, Leichtgläubigkeit oder auch mal Selbstdarstellung, das artspezifische natürliche aggressive Verhalten (physiologische Aggression) eines Hundes mit allgemeiner Gefährlichkeit gleich. Das ist, wie wir alle wissen (sollten), natürlich Blödsinn. Keine Sorge, ich rutsche nicht gleich in die Verhaltenslehre ab, ich möchte nur unbedingt erwähnen, dass physiologische Aggression auch ein natürliches und vollkommen normales Verhalten des Menschen ist. Es gibt mehrere Aggressionsformen, und beinahe jeder dieser Formen besteht aus natürlich festgelegten Sequenzen. Die natürliche Aggression des Hundes haben wir auf unseren Seiten aggression_1 u. -_2 beleuchtet. Als Quintessenz kann man mitnehmen, dass einzig und alleine der Mensch als sein primärer Sozialpartner für das Verhalten des Hundes verantwortlich zeichnet. Betrachten wir diesbezüglich unser Individuum Harrybo. Ein hierarchisch strukturiertes Rudel mit anerkannten Strukturen im Rücken, ein höflicher artgerechter Umgang zwischen Hund und Mensch, individuell abgestimmte physische und psychische Anforderungen, gute Sozialisierung, die kontrollierte Befriedigung seines Individuellen Vorteildenkens, bidirektionale Kommunikation, ein guter Grundgehorsam, basierend auf artgerechter und sanfter Erziehung, nicht zu vergessen das Leben in der Natur sind allesamt Faktoren der positiven Lebensumständen unseres Hauswolfs. Es sind allesamt auch grundlegende Faktoren, welche zum Vertrauen und zu dieser innigen Bindung an seine Menschen geführt haben. Und es sind genau diese Lebensumstände, welche seine physiologische Aggressionen bestimmen, Sequenzen und Grenzwerte der Eskalationsbereitschaften definieren.  Es gibt für unser Grünfell keinerlei Motivation sowie Veranlagung zu gesteigerter Aggression. Und so hat auch das gelegentliche den ”Max an der Leine” Machen, nichts mit gesteigerter Aggressionsbereitschaft zu tun, auch wenn es recht ”beeindruckend” aussieht.

 

 

Counter
 

© 2006-2010 Arne Felden • E-Mail Webmaster

Der gebrauchte Hund - Valid XHTML 1.0 Strict Der gebrauchte Hund - Valid CSS!